[6a] Die Steinmetzbruderschaft Auf den großen Kirchenbaustellen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation waren freie Steinmetze tätig, die keiner städtischen Zunft angehörten. Im 15. Jahrhundert schlossen sie sich zu einer eigenen, reichsweiten Bruder-...
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[6a] Die Steinmetzbruderschaft Auf den großen Kirchenbaustellen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation waren freie Steinmetze tätig, die keiner städtischen Zunft angehörten. Im 15. Jahrhundert schlossen sie sich zu einer eigenen, reichsweiten Bruder- schaft zusammen. Die 1459 in Regensburg verabschie- dete Steinmetzordnung regelte bis ins 17. Jahrhundert die Ausbildung und die Arbeitsbedingungen ihres Berufsstandes. Damals wurde das Heilige Römische Reich im Bereich der Steinbearbeitung in drei große geografische Gebiete unter- teilt: Köln für das Zentrum und den Nordwesten, Straßburg für den Süden und Südwesten und Wien für den Osten. Straßburg erhielt wegen der bedeutenden Rolle seines Bau- meisters Jost Dotzinger aber auch aufgrund des heraus- ragenden Münsterturms den Rang der obersten Bauhütte, deren Baumeister als oberste Instanz in allen Streitsachen fungierte. Die Mitglieder der überregionalen Steinmetzbruderschaft waren Steinmetzmeister und -gesellen, die auf den großen
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