Sascha und Elisabeth
Gudrun Pausewang
Sascha war der schlimmste Junge im ganzen Viertel.
Er rief Schimpfworte hinter den
Leuten her und raufte mit den anderen Jungen, er schwänzte oft die Schule, riss
Blumen aus den Vorgärten und klaute zuweilen eine...
More
Sascha und Elisabeth
Gudrun Pausewang
Sascha war der schlimmste Junge im ganzen Viertel.
Er rief Schimpfworte hinter den
Leuten her und raufte mit den anderen Jungen, er schwänzte oft die Schule, riss
Blumen aus den Vorgärten und klaute zuweilen eine
Apfelsine aus Frau Bayers Obstladen.
Fast immer lief ihn
die Nase.
„Ein unausstehlicher Bursche“, sage Frau Bayer,
und das fanden alle.
Das fanden sogar seine Eltern.
Weil
ihn niemand mochte, hatte er auch keine Freunde.
Und
weil er keine Freunde hatte und immer allein
rumstrolchen musste, wurde er immer unausstehlicher.
„Er ist selber schuld daran,
dass niemand mit ihm spielen will“, sagten die Kinder
im Viertel.
„Warum ist er auch so böse!“
Die sind schuld daran, dass ich so bin, dachte Sascha.
Niemand will was mit mir zu tun haben.
Im Viertel gab es noch jemanden, der allein war.
Das war die alte Elisabeth in der
Mauergasse.
Sie konnte nicht mehr gehen, seit sie unter ein Auto geraten war.
Das war
schon viele Jahre her.
Sei
Less